Mediennutzung – wann ist es zu viel?

Wir haben überall und jederzeit Zugriff auf das gesamte Wissen der Menschheit. Permanent sind wir auf verschiedensten Kanälen erreichbar. Wie bleibe ich bei dieser permanenten Verfügbarkeit gesund? Wie komme ich zur Ruhe? Ab wann ist man süchtig? Bei der Omnipräsenz der digitalen Medien in der Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen ist unerlässlich, dass die Intensität der Mediennutzung immer wieder (ohne erhobenen Zeigefinger) thematisiert wird.

Überblick

Grundlage: https://wintablets.ch/immer-online/

Möglicher Ablauf (dazwischen können auch mehrere Wochen liegen):

  • Teil 1 Nie ohne mein Handy!
    • Aufgaben 1.1-1.2 
  • Teil 2 Wann ist man süchtig?
    • Aufgaben 2.1-2.3
  • Teil 3 Experiment „Log-Off”

Teil 1: Nie ohne mein Handy

1. Lektion

  • Einstieg:
  • Placemat: Liste erstellen mit positiven und negativen Seiten der Handynutzung (Argumente begründen)
    • Einzelarbeit (möglichst viele Aspekte notieren (Begründung in Klammer)
    • Sammeln in Gruppen: mind. je 6 Punkte
    • Präsentation in Klasse
  • Auftrag für nächste Woche: Medienprotokoll während einer Woche führen (> Beispiel, kurz Erklären in der Klasse)

2. Lektion

  • Protokoll in Kleingruppenauswerten, mögliche Fragen:
    • Wofür brauchst du das Handy am meisten?
    • Was würde dir am meisten fehlen, wenn du das Handy nicht mehr hättest?
    • Was könnten Nachteile einer sehr intensiven Mediennutzung sein?
    • Ab wann ist man süchtig?
    • Wie lange würdest du es ohne digitale Medien (Smartphone, Computer, Game-Konsolen usw) aushalten?
    • Hast du schon mal bewusst für eine Zeit auf Medien verzichtet? Was würdest du stattdessen tun?
  • Ergebnisse der Diskussion festhalten (Plakat, Visualisierung)
  • Film SRF mySchool: Handys und Sucht (17′) oder Generation online (25′)

Falls noch Zeit:

  • Thesen in Gruppen diskutieren (nach konkreten Beispielen suchen, die These be- bzw. widerlegen):
    • «Ein Mobiltelefon kann gleichzeitig Abhängigkeit und Unabhängigkeit bedeuten.»
    • «Manche Menschen haben ihr Handy nur deshalb ständig angeschaltet, weil sie kein Vertrauen in die Anrufenden haben. Sie haben Angst, etwas zu verpassen.»
    • «Handybesitzende, die ihr Gerät nie ausschalten, verhindern dadurch, sich auf reale Situationen (z.B. ernsthafte Gespräche, Naturerlebnisse) wirklich einzulassen.»

Teil 2: Wann ist man süchtig?

1. Lektion

  • Flipchart aus Teil 1, 2 Lektion wieder verwenden (Ergebnisse der Diskussion, „Wofür brauchst du das Handy am meisten, was würde dir fehlen etc.).
    • Bezug auf das Flipchart nehmen, nochmals zeigen, was man schon gemach that.
    • Resultate des ausgewerteten Medienprotokolls nochmals zeigen
  • Überleitung zur Arbeit mit wintablets.ch
    • Aufträge 3&4 erläutern / Zeit ca. 1 Woche
      • Zentrale Frage beim Film: woran erkennt man eine Sucht?
        • Diese Merkmale notieren, visualisieren
      • Online-Test: das Resultat des Tests ist grundsätzlich Privatsache. Dennoch einen Screenshot der Auswertung machen, um diese bei Gelegenheit selbst wieder mal lesen zu können.
    • die restliche Zeit dafür nutzen, mit der Arbeit zu beginnen (Kopfhörer Pflicht)

2. Lektion / Auswertung der Frage  „Woran erkennt man eine Sucht?”

  • Kurze Auswertung: die Merkmale an der Tafel / Flipchart sammeln
  • Ausführlichere Auswertung: Diskussion über konkrete Fälle (siehe Keynote Folien 1-2). Ist diese Person nun süchtig?
    • Klasse in Gruppen einteilen
      • Pro Gruppe: Gruppenchef / Visualisierer / Präsentierer
    • Jede Gruppe diskutiert während einer gewissen Zeit über Thesen / Situationen und hält ihre Gedanken fest.
  • Auftrag für LA / zu Hause:
    • eine Situation auswählen und schriftlich begründen, ob diese Person nun süchtig ist oder nicht.
    • -> freiwillig: das Resultat des eigenen Suchttests kommentieren / erläutern.
    • sich überlegen: worauf würde ich im Rahmen eines Experiments während 1-2 Wochen verzichten?

3. Lektion / Abklärung, ob das Experiment „Log-Off“ in der Klasse erwünscht ist.

Hinweis: Texte welche als Auftrag zu schreiben waren, einsammeln, lesen und möglichst bald retournieren.

  • Grundsätzlich gibt es zwei Varianten: alle SuS verzichten auf das Gleiche (dann müssen aber alle mitmachen wollen) oder es gibt individuelle Verzichts-Experimente.
    • Ich persönlich habe mich für die individuelle Variante entschieden. 3/4 der SuS haben sich schliesslich für einen Verzicht im Zusammenhang mit dem Handy entschieden.
  • Alle Schreiben auf ein A4-Papier (ohne Namen), worauf sie versuchsweise gerne verzichten würden (das musste man sich als Auftrag für diese Lektion überlegen).
    • Diese Zettel an die Wandtafel anbringen, die Lehrperson ordnet die Zettel während des Prozesses nach Themengruppen.
    • Als Lehrperson kurz eine Übersicht über die Themen geben, vielleicht lassen sich einige SuS noch inspirieren.
    • In der Klasse diskutieren, wie lange der Verzicht dauern soll.
      • 1 oder 2 Wochen?
      • Inkl. Wochenende?
      • Bis wann läuft das Experiment genau? Wann wird ausgewertet?
    • Den SuS die Zettel der Wandtafel wieder verteilen, gleich darauf formulieren sie ihre Ziele nun aus. Je genauer die Ziele, desto besser überprüfbar sind sie.
      • Eine super Gelegenheit, um SMART-Ziele bereits in der 1.Sek vorzustellen.
      • Eine Form der Dokumentation des Experiments finden. Eine Möglichkeit ist: Ein Tagebuch im BookCreator erstellen (Keynote Folie 4).
      • Vorteile: Kombination aus Text, Bild & Ton sind möglich.
      • Am Schluss kann man ein Klassenbuch erstellen (selbstverständlich nur mit jenen, die ihr Einverständnis dafür gegeben haben).
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4. Lektion / Auswertung Projekt Log-Off

  • Stille Phase: eBooks lesen
    • SuS, welche ihr Experiment den anderen zugänglich machen wollen, stellen ihr Tablet auf den Tisch und öffnen das eBook.
    • Bei jedem Tablet liegt ein Blatt Papier für das Feedback.
    • SuS halten ganz wichtige Punkte, Überraschungen, Fragen an der Wandtafel ebenfalls still fest.
  • Plenum:
    • Auffälligkeiten an der Wandtafel besprechen.
    • Daten-Austausch für die eBooks organisieren (z.B. via Schulwolke, auf keinen Fall Mail)

Mögliche Ausweitungen

Online-Suchttest
…der Suchtpräventionsstelle des KT ZH

Smartphones als Werkzeug im Unterricht nutzen
Vokalbeltraining mit Quizlet, Sprachaufnahme, Taschenrechner, Recherche, Produktion von Lernfilmen, Dokumentation von Experimenten, Klassenkalender…

Handyknigge
Swisscom stellt eine Unterrichtseinheit zusammen, in der das eigene Verhalten reflektiert wird und anschliessend in der Klasse gemeinsame Regeln formuliert werden.
Infos

Umfrage zum Medienverhalten
Fragenkatalog zusammenstellen, den man verschiedensten Personen vorlegt und anschliessend auswertet
www.handystar.ch

Materialien/Links

Informationen

http://www.klicksafe.de/smartphones/

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