Text

Das Schreiben und Gestalten von Texten mit digitalen Werkzeugen beginnt idealerweise schon mit der Einführung des Alphabets im Zyklus 1 und wird bis Zyklus 3 laufend ausgebaut.

Während im Zyklus 1 erste Erfahrungen mit der Texteingabe und -gestaltung gesammelt werden, sollen bis und mit Zyklus 3 komplexe Texte zielgerichtet strukturiert und formatiert werden.

Hauptsächlich wird die Textverarbeitung natürlich im Deutsch geübt. Im Prinzip können aber in beliebigen Fachbereichen erste Erfahrungen mit dem Verfassen von Texten gesammelt werden, z.B. für die Gestaltung eines Titelblatts oder für die Beschriftung eines Bildes (z.B. mit Book Creator).

Zyklus 1

Bei der Einführung der Buchstaben macht es Sinn, immer auch gleich den Standort auf der Tastatur zu suchen. Die Kinder beginnen erste Wörter und mit der Zeit vielleicht auch kurze Sätze zu schreiben. Früh kann auch mit der Formatierung der Buchstaben experimentiert werden. Noch steht das spielerische Gestalten im Zentrum.

Wörter/Sätze schreiben und formatieren: Zu erleben, wie ein eingetippter Buchstabe auf dem Bildschirm erscheint, ist für die ABC-Schützlinge sehr spannend. Dabei entstehen Diskussionen darüber, dass auf der Tastatur der grossgeschriebene Buchstabe getippt wird, jedoch auf dem Bildschirm der kleingeschriebene Buchstabe erscheint. Die Kinder spornt es an, selbst herauszufinden oder einander zu zeigen, wie man einen grossgeschreibenen Buchstaben erzeugt. In einem nächsten Schritt kann mit der Schriftgrösse, -farbe und dem Schriftschnitt experimentiert werden. Zu der Gestaltung von Buchstaben hat es auf mi4u.ch eine entsprechende Unterrichtsskizze.

In einer weiteren Unterrichtseinheit könnten sich die Schülerinnen und Schüler mit den Grundlagen der Textverarbeitung vertraut machen. Wie kann ich Wörter markieren, formatieren, kopieren und einfügen? Dabei könnten sie nach der Idee auf mi4u.ch einen Heftumschlag gestalten.

Einfachen Text schreiben und formatieren: Ab der Mitte der 2. Klasse können die Schülerinnen und Schüler kurze Texte schreiben. Oft ist dies für die Kinder noch sehr anstrengend, da sie einerseits noch an der Automatisierung der Bewegungsabläufe der persönlichen Handschrift arbeiten und sich andererseits gleichzeitig auch auf die anspruchsvolle Arbeit der Textproduktion konzentrieren müssen. Mal einen kurzen Text am Computer zu schreiben dient als Abwechslung und kann bei Kindern, welche noch Mühe mit der Automatisierung der Bewegungsabläufe haben, entlastend wirken. Die Kinder lieben das Experimentieren mit verschiedenen Schriftgrössen, -farben und -schnitten. Anschliessend ist es sinnvoll zu thematisieren, welche Aspekte dabei zu beachten sind (Lesbarkeit, Layout usw.) und vielleicht können gerade einzelne Produktionen miteinander verglichen werden.

Hilfreiche Unterlagen findest du auf der Webseite von Ran an die Maus.


Zyklus 2

Nach dem eher spielerischen und experimentellen Gestalten von Texten in Zyklus 1 wird in Zyklus 2 zunehmend systematischer gearbeitet. Texte werden gezielt überarbeitet und formatiert. Dabei können die unterschiedlichsten Tools eingesetzt werden, Microsoft Word wird aber sicher zu einem bedeutenden Werkzeug.

Grafisches Objekt einfügen und bearbeiten: Gemeint sind hier Bilder, Diagramme usw. In vielen Fächern werden Tabellen und Listen erstellt. Die Ergebnisse können z.B. als Diagramm eingefügt werden. Hierzu gibt es eine Lerneinheit (Diagramm). Bilder können als Unterstützung für Präsentationen, Vorträge einfügt und bearbeitet werden (Bild).

Rechtschreibprüfung anwenden und Texte effizient überarbeiten: Um Texte schneller korrigieren zu können, gibt es die Rechtschreibprüfung. Mit verschiedenen Arbeitstechniken wie Auswählen, Ausschneiden und Einfügen lassen sich Texte wesentlich effizienter überarbeiten. Auch mit dem Einsatz eines Thesaurus für die Suche nach Synonymen kann im Zyklus 2 begonnen werden.

Dokument mit Bild, Text und Tabelle gezielt und einheitlich formatieren: Layoutfunktionen erlauben Texte mit beliebigen weiteren Elementen zu verbinden. Bilder werden so platziert, dass sie vom Text umflossen werden. Tabellen helfen, Informationen strukturiert darzustellen. Ein typisches Beispiel für solche Dateien sind ein Steckbrief eines Lerngegenstandes oder eine Dokumentation einer Exkursion.
Auch hierzu gibt es Online-Lerneinheiten: Bild, Text (Word).

Einsatz von Word im Unterricht

Word ist die Textverarbeitung schlechthin. Auf der Schülerplattform findest du einen Selbstlehrgang für die Grundtechniken, die im Zyklus 2 eingeführt werden.
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Zyklus 3

Im Zyklus 3 werden zunehmend auch umfangreichere und komplexere Texte gestaltet. Immer öfter werden Texte auch zeit- und ortsunabhängig kollaborativ bearbeitet.

Typografische Grundregeln kennen und anwenden: Um wirkungsvolle Texte gestalten zu können, muss man typografische und gestalterische Grundregeln kennen. Dazu gehört Wahl der Schrift (Serifenschrift oder nicht?), die Einrichtung des Dokuments (Seitenränder), gestalterische Grundsätzte (z.B. Titel nicht unterstreichen) bis hin zu mikrotypografischen Regeln (richtiger Gedankenstrich).

Texte teilen und kooperativ bearbeiten: Mit Clouddiensten wie Office 365 lassen sich Dateien mühelos orts- und zeitunabhängig kollaborativ bearbeiten. Weitere Hinweise und Anregungen findest du unter Kooperieren.

Texte zielgruppengerecht gestalten: Mitte Sek ist die Berufswahl und damit die Bewerbung ein zentrales Thema. Die Bewerbungsunterlagen sollen so gestaltet werden, dass sie (positiv) ins Auge stechen. Dazu gehören auch tabellarische Darstellungen wie im Lebenslauf.

Umfangreiche Dokumente konsequent strukturieren: Bei komplexeren Texten wie der Dokumentation der Projektarbeit ist die Verwendung von Formatvorlagen und Fusszeilen unerlässlich. Nur eine sorgfältige Struktur erlaubt beispielsweise die Generierung eines Inhaltsverzeichnisses.

Einsatz von Word im Unterricht

Für Zyklus 3 gibt es einen Word-Selbstlernkurs, der deutlich weiter geht als derjenige für Zyklus 2.
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