Daten verarbeiten und visualisieren

«Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte», heisst es zuweilen. Tatsächlich können Bilder oder symbolhafte Darstellungen helfen, ein kompliziertes Thema verständlich zu machen. Diagramme veranschaulichen Entwicklungen und statistische Zusammenhänge. Für das Lernen spielt also die visuelle Aufbereitung von Daten und Informationen eine grosse Rolle. 

Lehrplanbezüge

Im Lehrplan wimmelt es von Kompetenzen, bei denen Visualisierungstechniken eine Rolle spielen, allerdings sind diese meist nicht explizit auf digitale Mittel ausgerichtet. Im Modul Medien und Informatik werden Visualisierungstechniken an folgenden Stellen definiert:

Anwendungskompetenzen:

2-3 können die Grundfunktionen von Geräten und Programmen zur Erstellung, Bearbeitung und Gestaltung von Texten, Tabellen, Präsentationen, Diagrammen, Bildern, Tönen, Videos und Algorithmen anwenden.

Wiederholung in leicht angepasster Form für Zyklus 3

Informatik

MI.2.1f erkennen und verwenden Baum- und Netzstrukturen (z.B. Ordnerstruktur auf dem Computer, Stammbaum, Mindmap, Website).

Tabellenkalkulation

Im Office-Dreiergespann wird die Tabellenkalkulation im schulischen Bereich sicher eher stiefmütterlich behandelt. Immer wenn es darum geht, Daten strukturiert zu erfassen und auszuwerten, ist die Tabellenkalkulation aber unverzichtbar.

Entsprechend spielt Numbers, Excel & Co v.a. in der Mathe, aber auch in der Geografie oder bei der Auswertung eines naturwissenschaftlichen Experiments eine Rolle. Genauso kann die Tabellenkalkulation auch bei Umfragen oder für organisatorische Aufgaben genutzt werden.

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Visualisierungstechniken

Pinnwand

Mit virtuellen Pinnwänden lässt sich in Lerngemeinschaften kollaborativ Wissen erzeugen und systematisieren. Die Lehrperson kann eine solche Pinnwand einrichten und den Schüler/innen über einen Link zugänglich machen. Jeder Post-it-Beitrag kann im Anschluss verschoben und verändert werden. Daher eignet sich dieses Tool sehr gut für die gemeinsame Sammlung von Ideen, Gedanken oder Wörtern, die nachträglich sortiert werden müssen.

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Whiteboard

Für das persönliche Skizzieren und handschriftliche Notieren gibt es sehr ausgeklügelte Werkzeuge, z.B. OneNote. Sobald mehrere Personen gleichzeitig Ideen sammeln und visualisieren sollen kann aber auch eine niederschwellige Online-Lösung wie http://awwapp.com sinnvoll sein.

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Mindmaps und Infografiken

Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Mindmap oder einem Plakat auf Papier lässt sich mit https://sketchboard.me oder MindMeister zeit- und ortsunabhängig zusammenarbeiten, die Inhalte lassen sich problemlos im Nachhinein umstrukturieren und über Links kann man auf weiterführende Informationen verweisen.

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Wortwolken

Wortwolken werden häufig genutzt, um die Kerngedanken eines Themas auf einen Blick zugänglich zu machen oder um Begriffsammlungen zu visualisieren.

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Visualisieren mit dem Stift

Für die Gestaltung von wirkungsvollen Plakaten oder das Sammeln von Gedanken mittels Sketchnotes braucht es nicht viel Talent, sondern v.a. viel Übung. Symbole lassen sich aus einfachen geometrischen Grundformen aufbauen. Tablets sind dabei insofern hilfreich, weil sich mit digitalen Zeichnungen viel freier experimentieren lässt. Jeder Schritt lässt sich wieder rückgängig machen und Elemente können nachträglich verschoben oder skaliert werden. Unter folgendem Link findest du eine Unterrichtsskizze mit pfannenfertigen Materialien: https://sek-andelfingen.ch/zeichnen/visualisieren

Geeignete Apps:

  • OneNote (v.a. für Sketchnotes, d.h. visuelle Notizen)
  • Autodesk SketchBook
  • Freshpaint

3D-Darstellungen

Mittlerweile gibt es diverse Apps und Webtools für 3D-Visualisierungen. Die konstruierten Objekte lassen sich auch exportieren und mit einem 3D-Drucker produzieren. Für räumliche Darstellung (v.a. im architektonsichen Bereich) eignet sich FormIt sehr gut, für das Modellieren von 3D-Objekten ist das Webtool Tinkercad sehr geeignet.

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