Musik

Digitale Medien werden im Musikunterricht natürlich v.a. als Abspiel- und Aufnahmegeräte eingesetzt, laden aber auch ein zum Experimentieren mit Sounds und Arrangements. Tipps zu geeigneten Tools findest du unter Audio.

Ebenso können iPads als Organisationshilfe eingesetzt werden, beispielsweise um Songtexte und Musik-Theorie an einem Ort zu sammeln oder um ein Musik-Portfolio zu erstellen.

Im Netz finden die Schüler/innen unzählige Ressourcen, mit denen sie sich musikalische Techniken (auch analoge!) selber beibringen können.

Allgemein

Tonaufnahme: Für einfache Tonaufnahmen reicht der vorinstallierte Sprachrekorder vollauf. Da die Qualität des eingebauten Mikrofons nicht berauschend ist, sollte die Verwendung eines externen Mikrofons in Betracht gezogen werden. Mit einem leistungsfähigeren Audioprogramm wie Audacity hat man zudem verschiedene Möglichkeiten, um die Aufnahmequalität nachträglich zu verbessern (Rauschunterdrückung, Lautstärke-Angleichung mit Kompressor)

Rhythmusexperimente: Für rhythmische Experimente gibt es spezialisierte Tools wie Dot Drummer. Deutlich kreativer wird’s, wenn durch das Aneinanderreihen (loopen) von Geräuschen rhythmische Klangteppiche erzeugt werden. Hierfür eignet sich GarageBand. Spezialisiert dafür ist aber beispielsweise Yellofier (Details siehe weiter unten).

Musikvideo erzeugen: Einen (selbstkomponierten) Song als Videoclip aufzubereiten ist ebenfalls eine attraktive Aufgabe. Mit der eingeblendeten Audiowellenform lassen sich die einzelnen Clip sehr gut an den Rhythmus anpassen…

Musikproduktion: Die Produktion eines eigenen Songs wird schnell sehr komplex. Hier zwei Tipps für einen lustvollen experimentellen Einstieg:

  • Eine grossartige Plattform um sich mit den Grundlagen der Musikproduktion auseinanderzusetzen findest du unter https://learningmusic.ableton.com/de. Die Schüler/innen können mit diversen Soundschnipseln experimentieren und lernen dabei viel über die Songstruktur, Arrangement und Komposition…
  • Eher einen spielerischen Zugang hat https://www.incredibox.com: In dem man Typen freakige Kostume überzieht baut man einen groovigen Soundteppich aus Loops auf. Ziel ist es einen optimalen Groove zu erzeugen, was ersichtlich wird wenn Kreissegmente in der Ecke vollständig sind. Wenn man den Challenge geschafft hat, wird ein Special-Feature freigeschaltet. Jede einzelne Spur lässt sich stumm oder solo (alle anderen sind stumm) schalten, was interessante Kompositionseffekte ergibt.

Will man einen Song von A bis Z selber produzieren braucht es ein Tool mit mehreren Spuren wie Audacity. Im Web findest du verschiedene weitere sehr mächtige Tools, die z.T. deutlich benutzerfreundlicher sind:

  • Soundtrap ist ein webbasiertes Tonstudio, mit dem du selber Instrumente einspielen und Beats erzeugen kannst. Du hast aber auch Zugriff auf diverse bestehende Loops (beschränkte Anzahl in der Gratis-Version), die sich in den Song integrieren lassen. Für die volle Funktionalität ist der Chrome-Browser nötig.
  • Soundation ist von der Bedienung her ähnlich wie Audacity, aber auch hier sind bereits Loops integriert, wenn auch in der Gratisversion nur wenige. Dieses Tool läuft ebenfalls nur in Google Chrome einwandfrei.

Vorsingen: Anstatt für die Beurteilung die Klasse mit einem Film zu beschäftigen und Schüler/innen einzeln im Gruppenraum ein Liedvorsingen zu lassen, könntest du sie auffordern, das Lied zu Hause aufzunehmen. Die Playbackspur könntest du ihnen abgeben, damit sie ihre Stimme direkt in GarageBand aufnehmen können.